Bei der vorzeitigen Silvester-zum-Knast-Demonstration in Freiburg wird Solidarität mit und Freiheit für die Gefangenen gefordert

Wie auch das vorherige Jahr, fand die jährlich stattfindende Silvester zum Knast Demonstration einen Tag vor Silvester statt. Nichtsdestotrotz demonstrierten mehr als 100 Personen am 30.12.2021 vor und um die Freiburger Justizvollzugsanstalt gegen eine Gesellschaft die Gefängnisse baut und unterhält.

Der Demonstrationszug zog nach einem Redebeitrag zur Knastkritik und den zahlreichen Inhaftierungen von Antifaschist*innen im endenden Jahr 2021 eine Runde um die JVA. Ein befreiender Ansatz soll transformative Gerechtigkeit darstellen, die Gefängnisse unnötig machen würde. Auch dafür würden die Anwesenden weiterhin demonstrieren, so der Redner.

Zwischen den Kundgebungen spielte eine Liveband Punkrockeinlagen. Durch Parolen gegen Repression und durch Feuerwerk wurde während der Versammlung auf sich aufmerksam gemacht. Immer wieder waren Rufe aus dem Inneren des Knastes zu hören, die die Demonstrant*innen mit weiteren Parolen beantworteten.

Bevor die Demonstration startete wurde ein Grußwort eines Insassen der JVA Freiburg verlesen, in der er die Freilassung von Thomas Meyer-Falk fordert und allen Inhaftierten ein „Frohes neues Jahr“ wünscht.

Vor dem Haupteingang der JVA in der Hermann-Herder-Str. startete der Vor dem Haupteingang der JVA in der Hermann-Herder-Str. startete der Demonstrationszug zur Tennenbacher Str., wo eine Zwischenkundgebung mit einer Ansprache von der Roten Hilfe und einem Grußwort von Thomas Meyer-Falk eingelegt wurde. Thomas Meyer-Falk wurde 1996 aufgrund eines missglückten Banküberfalls inhaftiert & kam nach der verbüßten Haftstrafe in Sicherheitsverwahrung, weil ein Schuldeingeständnis fehle. Mit dem Geld aus dem Überfall wollte er eigenen Angaben zufolge linke Projekte unterstützen.

Eine weitere Zwischenkundgebung folgte weiter westlich, vor dem Bereich der Sicherungsverwahrung, wo wiederum ein Grußwort an Meyer-Falk verlesen wurde. Die Abschlusskundgebung der Demonstration fand wieder in der Hermann-Herder-Straße statt, auf der Seite zur Stefan-Meyer-Straße.

Die Polizei war mit rund 10 Einsatzfahrzeugen samt Besatzung vor Ort, regelte den Verkehr und hielt sich ansonsten weitestgehend im Hintergrund. Nach etwa einer dreiviertel Stunde löste sich die Demonstration ohne Zwischenfällen auf.

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