350 demonstrieren in Freiburg in Gedenken an Oury Jalloh

Unter dem Motto „Kein Vergeben – kein Vergessen!“ demonstrierten am Freitag, den 7. Januar 2022 ca. 350 Antifaschist*innen in Gedenken an Oury Jalloh. Die aus Sierra-Leone geflüchtete Person ist vor genau siebzehn Jahren in Polizeigewahrsam in Dessau unter bis heute ungeklärten Umständen verbrannt. Mehrere unabhängige Brandgutachten stellten fest, das Oury Jalloh sich nicht selbst entzündet haben könnte, da er auf der Matratze in der Zelle gefesselt geworden war. Polizei und Staatsanwaltschaft tragen ihrerseits nichts zur Aufklärung der genauen Todesumstände bei, die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh spricht daher von einem Mord, der durch die staatlichen Behörden vertuscht werden solle.

Auch die Demonstrierenden in Freiburg sind überzeugt: „Oury Jalloh, das war Mord!“ So war es auf Transparenten und Schildern zu lesen, in Sprechchören zu hören.Die Demonstration wurde von einem Bündnis aus sechs antirassistischen und antifaschistischen Freiburger Gruppen organisiert. Auf dem Stühlinger Kirchplatz begann die Versammlung mit einer Auftaktkundgebung und zog anschließend in einem Zug vor das Polizeirevier Nord, wo eine Zwischenkundgebung abgehalten wurde. Da ein Schnee-Regen anfing schrumpfte die Demonstration auf etwa die Hälfte. Die verbrliebenen Antifaschist*innen zogen schließlich vor das Landgericht in der Salzstraße, wo die Demonstration beendet wurde.

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